Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Rückblick Saisoneröffnung Radfahrerkirche


Eine Woche nach Ostern feierten wir die Eröffnung der Radfahrersaison in Stadt Wehlen.

Das Wetter ließ zu wünschen übrig, es war regnerisch und kalt, so dass sich nur wenige Touristen in die Kirche und den Radfahrergarten verirrten. Aber dennoch hatten wir einen schönen Tag miteinander.

Es gab wunderbare Musik vom Klezmer Trio aus Dresden in und nach dem Gottesdienst. Außerdem war für den Gottesdienst extra Kantor Kranz mit Tochter aus Dohma angereist. So konnten wir auch Orgel- und Flötenmusik genießen.

Herr Dr. Hopfe, der seine Fotografien in der Kirche ausstellt, fand viele interessierte Gesprächspartner.

Der Schulchor der Märkelschule füllte die Kirche ein zweites Mal und auch den Kreativstand der AWO.

Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Frau Doms, die Chorleiterin, die mit mehr als 30 Kindern musizierte.

Den krönenden Abschluss bildete der Gesangverein Stadt Wehlen-Dohna, die mit ihrem Chorleiter Herrn Jerxsen, Frühlingslieder zu Gehör brachten. Herr Kirschner führte durchs Programm.

Wir bedanken uns bei allen, die vorbereitet und mitgemacht haben.

Brigitte Schleinitz


Wie im Himmel … zwischen Himmel und Erde


Ein großes Dankeschön an die Sebnitzer Frauen um Doreen Biedermann, die das Frauenmahl auf dem Wachberg in Saupsdorf vorbereitet hatten – zusammen mit Barbara Kästner / Kirchliche Frauenarbeit und der Lohmener Pfarrerin Brigitte Schleinitz.

In Erinnerung an die Tafelrunden vor 500 Jahren von Katharina von Bora und ihrem Mann Martin Luther mit vielen Gästen gab es in Vorbereitung des Reformationsjubiläums in diesem Jahr eine Vielzahl solcher Tischgemeinschaften mit Vortrag – Tischgespräch – Essen, initiiert von der Gleichstellungsstelle der Landeskirche, Kathrin Wallrabe, und der Kirchlichen Frauenarbeit, Doreen Marth.

Am 7. April trafen sich 99 (!) Frauen auf dem Wachberg zu einem Frauenmahl zum Thema „ Zwischen Himmel und Erde“. Und es war nahezu wie im Himmel. Das lag an den persönlichen und eindrücklichen Worten der drei Referentinnen, der bewegten Begrüßung mit Kreistänzen durch Andrea-Keßner-Oettel, der musikalischen Umrahmung durch das Klarinetten-Trio der Musikschule Sächsische Schweiz, der liebevollen Gestaltung des Raumes sowie dem leckeren Menü mit Kohlrüben-Vorsüppchen und Ballon-Dessert. Und wohl auch daran, dass alle auf dem 496 m hohen Wachberg in der Hinteren Sächsischen Schweiz dem Himmel ohnehin schon ein Stück näher waren.

Zu Beginn erschien als besonderer Gast Wilhelmine Reichard, die erste deutsche Ballonfahrerin, die im September 1811 durch Wetterunbilden auf dem Wachberg mit ihrem Heißluftballon vom Himmel gefallen war und glücklicherweise überlebte. Wilhelmine erzählte aus ihrem Leben, auch dass sie 6 Monate nach diesem Unglück ihrer Tochter Minna Angelika das Leben schenkte, eines ihrer 8 Kinder. Im Eingang der Berggaststätte ist eine Gedenktafel an sie zu finden.

Pfarrerin Uta Krusche-Räder, Superintendentin des Kirchenbezirks Pirna, hielt ein einführendes theologisches Referat zum Thema. Schon in der Bibel sei vom sichtbaren wie auch unsichtbaren Himmel zu lesen. In Liedern und Gebeten gehören Himmel und Erde unmittelbar zusammen. Dazu lohne es sich, über das Wort zwischen nachzudenken – der Regenbogen als ein Zeichen der Verbindung zwischen Himmel und Erde.

An ihrer unterschiedlichen Motivation für das Bergsteigen in verschiedenen Lebensphasen ließ uns die Bergsteigerin Gundel Strohbach teilhaben. Sie sprach von der Vielfalt an Begegnungen mit Menschen und Natur, die das Bergsteigen mit sich bringt und welche Bewegungsabläufe zwischen Himmel und Erde beim alpinen Klettern und im Sächsischen Sandstein immer wieder neu überlegt sein wollen, und davon, wie oft sie Bewahrung erlebt hat.

Die Nonne Schwester Laetitia Klut, Zisterzienserin, erzählte eindrücklich aus ihrem Leben im Kloster St. Marienstern: von dem gemeinsamen Beten und Arbeiten, vom Schweigen und Singen - dass alles seine Zeit hat und welche Kraft in der Ruhe liegt. Das Kloster sei ihre gewählte Lebensform und dabei kein Ort, wo sie dem Himmel ein Stück näher sei, als wir anderen. Auf die ihr gestellten Fragen antwortete sie humorvoll und gleichzeitig ernsthaft.

Besonders eindrücklich war, wie die Referentinnen einander zuhörten und dadurch aufeinander eingegangen sind.

Im Anschluss an jedes Referat tauschten sich alle Teilnehmerinnen in den Tischrunden angeregt miteinander aus. So stellte am Ende des Abends jede Tischmoderatorin einen gemeinsam erarbeiteten Ergebnissatz vor wie z.B.: Auf die Erde werden wir geboren, um den Himmel müssen wir uns bemühen – Es ist gut, mit dem Kopf im Himmel und den Füßen auf der Erde zu leben – Aus der innern Ruhe heraus können wir Großes wagen - u.a.m.

Es war ein gelungener himmlischer Abend für die Gäste, die verantwortlichen Organisatorinnen und Durchführenden und auch für die gastgebende Wachbergbaude! Da es „zwischen Himmel und Erde so viel zu erzählen gibt, dass ein Abend nicht reicht“ wie eine Tischrunde festgehalten hat, ist für 2018 ein nächstes Frauenmahl auf dem Wachberg in der Bergbaude in Vorbereitung!

Ulrike Oettel


Konfirmation am 7. Mai 2017




Liebe Jenny, Sarah, Nathalie, Lilly Robin und Richard!

Gerne überbringe ich Euch heute die Grüße und Glückwünsche unseres Kirchenvorstandes. Dieses Jahr war das für mich ganz ehrlich ein eigener Wunsch – bei dem großen Anteil von Rathewaldern.
Außerdem: Nathalie und Lilly waren in den letzten Jahren echte Stützen in unserem Krippenspiel – jetzt stehe ich hier vorne und kann vielleicht etwas zurückgeben – etwas davon, was uns Christen antreibt.

Ich finde es beeindruckend, dass Ihr den Weg der Konfirmation gewählt habt - sicher auch heute nicht ganz so einfach, weil die Masse sich anders entschieden hat. Da gehört doch schon eine Portion Standhaftigkeit dazu. Das ist schon mal was! So ein kleines Stück Luther , wie auf seiner Verteidigungsrede beim Reichstag in Worms 1521 – als er nicht widerrufen hat – und standfest blieb.

Jetzt sind wir schon mittendrin in den wahren Werten des Lebens. Standhaftigkeit sehe ich als einen davon. Da Ihr hier heute zu sechst seid, möchte ich noch fünf weitere dazubenennen: die Achtung vor dem Leben, die Ehrlichkeit, das Vertrauen, die Zuversicht und der Glauben.

Wenn wir jetzt den Bogen zu den Konfi-Sprüchen schlagen, dann erkenne ich viele Gemeinsamkeiten zwischen den wahren Werten im Leben und den Sprüchen - und zwar wie folgt:

„Lass Dich nicht vom Bösen überwinden...“ - das geht doch nur, wenn man standhaft ist!
„Der Herr ist nahe allen die ihn anrufen“ - das funktioniert auch nur bei tiefer Ehrlichkeit – ich glaube, Gott lässt sich da nicht hinter das Licht führen!
Nathalies Vers „... meine Zuversicht ist bei Gott“ enthält den Wert wortwörtlich!
„Bei dir ist die Quelle des Lebens...“ - ohne Glauben so niemals formulierbar!
„... Der Herr ist die Kraft meines Lebens- vor wem sollte mir bangen?“ - das ist ja das vollste Vertrauen!
Durch Vertrauen Ängste überwinden – eine Erkenntnis, die im Leben oft gebraucht wird, und das kann schwierige Situationen besser überwinden helfen!
“Es ist dem Herrn nicht schwer durch viel oder wenig zu helfen.“ - auch hier steckt ganz viel drin! Vom Inhalt ist die Aussage ja fast die gleiche, die Richard bei seiner Vorstellungsgottesdienstpredigt abgeleitet hat: Um Gutes zu tun, braucht es nicht immer viel – der Wille ist entscheidend! Auch ein freundliches Wort, ein Händedruck oder eine Geste kann Hilfe bedeuten.
Und wer hilft – der zeigt Nächstenliebe. Genau das sollte unser Grundanliegen sein! Das ist gleichzusetzen mit der Achtung vor dem Leben, vor jedem Leben, vor Pflanzen, Tieren, und jedem Menschen – unabhängig von seinen Eigenschaften.

Also: hebt sie euch gut auf - eure Konfi-Sprüche! Sie können Orientierung und Hilfe sein.

Sicher gehört noch viel mehr zur sinnvollen Tagesbewältigung – dazu drei kurze Beispiele:
“Die Dankbarkeit“ – öfter mal ein “Dankeschön“ ist ganz einfach und kann viel Wärme (oder Licht) verbreiten, auch mal an die Eltern, Geschwister, Paten, Verwandte oder Fremde. “Die Gemeinschaft“ ist wichtig! Nach eurer Konfigruppe kann die JG oder die Kirchgemeinde ein nächster Treffpunkt sein, der euch Halt gibt und auch voran bringt. Später bekommt auch noch der Punkt “Verantwortung übernehmen“ immer mehr Gewicht im Leben.

Ich glaube, auch dafür habt ihr hier und heute eine gute Grundlage geschaffen.
Jetzt wünsche ich Euch, auch im Namen des Kirchenvorstandes, einen erfüllten Tag und danach für jeden Tag das Spüren, dass die Werte des Lebens durch unseren Glauben besser erreichbar sind.

Diethelm Beyrich