Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Rückblick – Begegnungscafe mit Asylbewerbern aus Syrien


Das erste Begegnungscafé hat in Rathewalde stattgefunden und fand großen Anklang. Sämtliche Stühle des Dorfgemeinschaftshauses wurden aus den Nischen und Vorratskammern geholt – und es reichte immer noch nicht. Weit über 70 Einwohner und Gäste hatten sich versammelt, um die beiden syrischen Familien aus Rathewalde und Lohmen kennenzulernen.

„Das Leben auf dem Dorf ist einerseits persönlicher als in der Stadt. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht so einfach, wenn man neu ist. Auch sagen die meisten: Ohne Auto kann ich auf dem Land nicht leben. Diese Familien aus Syrien brauchen aus vielen Gründen unsere Hilfe. Deshalb ist es schön, dass heute so viele Leute hier sind“, freute sich Pfarrerin Brigitte Schleinitz zu Beginn der Veranstaltung. Viele Hände gingen hoch, als sich die Rathewalder Gäste melden sollten, aber auch die Lohmener waren zahlreich vertreten.

Die Bürgermeister Daniel Brade aus Hohnstein und Jörg Mildner aus Lohmen begrüßten die Familien ebenfalls. Daniel Brade witzelte: „Hier geht es nicht nur um eine Verständigung zwischen Syrien und Deutschland, sondern auch um eine Verständigung zwischen Hohnstein und Lohmen.“

Auch der Konter von Kollege Mildner sorgte für lustige Stimmung. Und so wurden die Familien Ramu und Hiru über die lokalen Verwaltungsstrukturen ins Bild gesetzt, bevor sie sich nach einer Kuchenpause den neugierigen Fragen der Einwohner stellten.

Sie erzählten von ihrer Flucht und ihrer Heimat. Die Familie Ramu wohnte in einer Eigentumswohnung in einem Ort in Nordostsyrien in der Nähe der irakischen Grenze. Um seine Familie zu ernähren, übte Hussein Ramu zwei Berufe aus: Er ist Taxifahrer und Fliesenleger. Dahlia ist Hausfrau und Mutter von vier Kindern. Die zehnjährige Tochter Suszdar ging bereits zwei Jahre zur Schule, bis es zur Unterbrechung durch den Krieg kam.

Die Ramus sind Moslems, aber in der Nachbarschaft lebten Christen und man besuchte sich gegenseitig zu den Feiertagen. Sogar das Weihnachtsfest feiert die Familie am 25. Dezember mit einem Tannenbaum, jedoch ohne Geschenke.

Und auch das lernten wir: Ein Hobby muss man sich leisten können. Die Dolmetscherin übersetzte die Antwort von Mahmoud Hiro aus Lohmen: „Ich habe nur ein Hobby, Deutsch lernen.“ Er war in seiner Heimat Elektriker und Schuhmacher, die Familie hat drei Kinder. Sie kommen aus Aleppo. Im März 2015 hat sich die Mutter mit den drei kleinen Kindern gemeinsam mit Verwandten auf den Weg nach Europa gemacht. Die Reise war lang und beschwerlich. Herr Hiro war zu dieser Zeit noch im Gefängnis. Als er endlich entlassen wurde, ist er seiner Familie gefolgt.

Ein schöner Nachmittag ging zu Ende. Aber es wird weitere Begegnungen mit den Flüchtlingen geben und zusätzliche Unterstützung ist jederzeit willkommen.

Es grüßt Sie herzlich die AG Asyl

Soweit ein Bericht der Gruppe Asyl aus Hohnstein. Es ist ganz wunderbar, dass Menschen helfen, Wohnraum zur Verfügung stellen, Deutsch unterrichten und bereit sind, mit ihrem Auto nach Rathewalde oder Pirna zu fahren. In einer Zeit, in der wir so viel Fremdenfeindlichkeit und Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen erleben, tut das einfach gut! Der Nachmittag war eine ermutigende Erfahrung. Ein herzliches Dankeschön an alle, die helfen!

Nächster Begegnungsnachmittag:
23.04.2016 15.00 Uhr Permahof Hohburkersdorf


Rückblick – Konzert für die Rathewalder Kirche



Am 06.03.2016 fand in der Rathewalder Kirche ein wunderbares Konzert statt.

Die Band KaraSol verzauberte die Besucher. Die beiden Ausnahmemusiker Karolina Trybala und Silvio Schneider, der als einstiger Rathewalder noch viele gute Bekannte hatte, überzeugten mit musikalischer Vielfalt, Leichtigkeit und Qualität. Die Vielsprachigkeit der Lieder zeugte zugleich von gelebter Offenheit.

Das war wohltuend! Die Konzertbesucher bedankten sich mit viel Applaus! Reichlich 100 Besucher waren gekommen!

Unter ihnen waren auch Mitglieder des Sebnitzer Lionsclubs. Der Präsident, Herr Dr. Autenrieth und Herr Dr. Baer überreichten der Kirchgemeinde einen Check über 1500€ für die Dachsanierung der Kirche.

Die Mitglieder des Lionsclubs hatten zum Weihnachtsmarkt in Sebnitz am 3. Advent 2015 für die Sanierung der Kirche in Rathewalde gesammelt. Angeregt hatte das das Ehepaar Baer aus Rathewalde. Holger Lischke und Kirchvorsteher Diethelm Beyrich nahmen den Check in Empfang!

Im Namen des Kirchenvorstandes der Philippusgemeinde danken wir den Mitgliedern des Lionsclubs Sebnitz ganz herzlich! Der Erlös des Konzertes (533€) ist ebenfalls für die Renovierungsarbeiten an der Rathewalder Kirche bestimmt.

Inzwischen schlägt nicht nur die Turmuhr, sondern auch die Reparaturarbeiten an der Läuteanlage sind abgeschlossen.

Dank des Engagements von Herrn Kahnt und Herrn Schmidt sind nun auch, bis auf eine, alle Sandsteinsäulen im Eingangsbereich saniert, und es grüßt auch unser neues Tor wieder. Dafür haben Herr Kahnt und Herr Ramu gesorgt.

Es ist eine große Freude, zu erleben, wie Menschen sich für die Kirche engagieren! An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Ich danke auch Herrn Lischke, der für die Organisation des Konzertes viel Zeit und Kraft investiert hat!

Brigitte Schleinitz


Rückblick – Familienfreizeit in Krummenhennersdorf

Am letzten Februarwochenende trafen sich 45 Leute aus der Philippusgemeinde und der Gemeinde Dürrröhrsdorf/Dittersbach mit Eschdorf und Wilschdorf in Krummenhennersdorf.

Zum zweiten Mal haben wir diese Rüstzeit gemeinsam durchgeführt. Wir hatten das ganze Haus mit seinen vielfältigen Möglichkeiten gebucht. Es ist wunderbar, neue Leute kennenzulernen. So haben wir die, die zum ersten Mal mit dabei waren, besonders herzlich begrüßt.

Thematisch beschäftigten wir uns mit der Jahreslosung „Gott tröstet uns, wie einen seine Mutter tröstet“. Dabei ging es ganz besonders um den Schwerpunkt Trost. Wie erfahre ich Trost? Wer oder was hat mich bisher getröstet? Es ging um jeden einzelnen ganz persönlich, aber auch um unsere Gesellschaft und unsere Kirche. Die Troststandbilder wurden fotografiert. Der Spaziergang bei schönem Wetter, ein Film, Kreatives und die Feuerzangenbowle am Kamin gehören einfach dazu!

Am Sonntag feierten wir einen Salbungsgottesdienst, denn Trost hat auch etwas mit Nähe zu tun! Die Musik und das gemeinsame Singen spielen jedes Jahr eine große Rolle. Es tut einfach gut, wenn Sylvia mit uns singt, oder Matthi zur Gitarre greift, Kinder und Jugendliche musizieren!

So erlebten wir ein harmonisches , vielfältiges Wochenende. Der Dank gilt allen, die mitgemacht haben, z.B. Peter Deepe, der sich immer um das Kaminfeuer und die Feuerzangenbowle kümmert. Ganz besonderer Dank gilt Familie Richter. Krummenhennersdorf ist ein Selbstversorgerhaus und Ralf und Catrin Richter kümmern sich immer um die Versorgung. In diesem Jahr war Catrin besonders gefragt, da Ralf aus beruflichen Gründen nicht immer mit dabei sein konnte. Also, liebe Catrin und lieber Ralf, ein großes und herzliches Dankeschön von uns allen. Wir möchten uns auch bei den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Küche bedanken.

Nadine Schulz, Michael Günther, Sylvia Pfeiffer, Michael und Brigitte Schleinitz

Bitte vormerken, die nächste Familienfreizeit findet von Freitag, 30.09. bis Montag, 03.10.2016 in Maxov statt.


Rückblick – Bibelwoche

Bibelwoche März 2016 -sieben Abschnitte aus dem Sacharja-Buch

Das war ja wohl klar:
Auf die vielen vorher formulierten Fragen sind natürlich keine umfassenden Antworten gefunden worden. Außerdem sind die Sacharja-Texte wirklich eine harte Kost. Aber durch das gemeinsame Bedenken in der Gruppe haben sich viele Formulierungen, die beim ersten Lesen unverständlich erscheinen, in etwas Greifbares verwandelt.

Nehmen wir die Bevölkerung Israels: Das jüdische Volk hatte auch schon vor zweieinhalbtausend Jahren unsäglich zu leiden. Ständig mit Kriegen, Gewalt, Vertreibungen konfrontiert hat sein Glaube an Gott ihm die Kraft zum Überleben gegeben. Das ereignete sich 500 Jahre vor Christus genauso wie auch in den 2000 Jahren danach, wobei sich nur die Art des Leidens verändert hat.

So wie es damals der Prophet Sacharja vorausgesagt hatte!

Zwischendurch sind sicherlich viele Fragen nach dem Sinn der Qualen gestellt worden, und die Antworten darauf wurden nur im Bereich Vertauen, Überzeugung und Glaube gefunden.

Wir als Christen sehen durch Christus schon viele der Prophezeiungen verwirklicht. Dabei denke ich, dass wir auf dem Weg zur Erfüllung aller Visionen -beispielsweise „Er stiftet Frieden unter den Völkern“(Sach.9,10)- erst einen ganz kleinen Schritt vorangekommen sind.

Doch der Prophet macht uns immer wieder Mut. Er zeigt uns auch einfache Mittel für unseren weiteren Lebensweg wie Reumütigkeit oder die Trauer bewusst erleben und daraus nicht zum Hass sondern zur Versöhnung finden.

Trotz der scheinbar täglich schlimmer werdenden Nachrichten von unserem Erdball ist bei mir in dieser Woche etwas passiert: die Zuversicht auf Besserung ist gestärkt.

Auf ein neues spannendes Thema im nächsten Jahr!

Diethelm Beyrich