Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Krippenspiele in unserer Gemeinde

Wir üben mit fünf verschiedenen Gruppen Krippenspiele für den Heiligen Abend ein und geben Ihnen hier einen Überblick:

Lohmen:
Peter Deepe/Brigitte Schleinitz
In Lohmen wird in der Christvesper das Krippenspiel „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Matthias Jung zu sehen sein. Gleich zu Beginn bekommt König Herodes Besuch von einem Mann, der noch mächtiger ist als er. Quirinius, Statthalter des Kaisers Augustus in der Provinz Syrien, macht ihm unmissverständlich klar, dass sein Schicksal vom Erfolg der bevorstehenden Volkszählung abhängt.

Als wäre das nicht schon genug, tauchen auch noch Sterndeuter auf, die überzeugt sind, dass den Juden ein neuer König geboren wurde. Herodes sucht Rat bei seinen Priestern. Aus den alten Schriften können sie ihm schon mal den Namen des Ortes nennen, in dem der neue Königssohn geboren werden soll. Sie scheinen noch mehr zu wissen aber auch sie haben Angst, beim unberechenbaren Herodes in Ungnade zu fallen. Und so wachsen Angst und Misstrauen bis Gewalt daraus entsteht. Doch zum Glück gibt es da noch den Engel, der dafür sorgt, dass der kleine Junge überlebt und mit ihm die Botschaft von Glaube, Liebe und Hoffnung – bis heute.

Dorf Wehlen:
Immanuel Albert
Wie findet man Bethlehem nur ohne Ortsschild und Navi? Und ist genug Platz im Stall? Sogar für Gastwirte, die vorsätzlich Hochschwangere abweisen…? Diesen und anderen Problemen stellen sich unsere Krippenspieler auch dieses Jahr. Wir können uns auf ein klassisches Krippenspiel der Kinderkirche mit Unterstützung von Konfis bis Jugend freuen! Die Christvesper finden Sie ganz bestimmt! Und anders als zum ersten Weihnachten müssen wir uns nicht alle in einen Stall quetschen. Wir haben extra die Kirche in Dorf Wehlen dafür bekommen mit genug Platz für alle! Dort werden wir in weihnachtlicher Stimmung den Heiligen Abend mit der Christvesper feiern.

Eine herzliche Einladung an Jung und Alt!

Rathewalde
: Diethelm Beyrich/Marcus Hohenhausen
in Rathewalde haben wir ein traditionelles Krippenspiel. Rahmenhandlung bildet Jesaja 11, 1+2. Das Krippenspiel beginnt mit einem Rückblick in die Zeit der Propheten und endet damit, dass die Worte aus der Jesajastelle mit Jesu Geburt verknüpft werden

Stürza:
Steffi Wachler Doehring/Brigitte Schleinitz
Stern und Engel begegnen sich. Während der Engel sehr schnell um seine Aufgabe weiß, muss der Stern doch erst einmal suchen. Wozu ist er da, wie lautet seine Mission ? Es ist nicht leicht, dem Sinn des Lebens auf die Spur zu kommen, und da darf man auch Visionen von einer besseren Welt haben. Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht. Sehen wir es?

Stadt Wehlen:
In Stadt Wehlen werden Sie beim Krippenspiel in die Wirtshausatmosphäre von Bethlehem hineingenommen. Ein nicht immer sehr freundlicher, aber stets geschäftstüchtiger Wirt und seine resolute, rührige Frau halten den Betrieb am Laufen. Gäste kehren ein und lassen uns an ihren Sorgen teilhaben. Natürlich sind auch wieder Engel im Spiel, um das Licht der Friedensbotschaft denen zu bringen, für die es am dunkelsten ist. Das Jesuskind wird so in eine Welt hineingeboren, wie wir sie durchaus kennen – rau und doch nicht ohne Herzlichkeit. Seine Geburt gibt Anlass zur Hoffnung. Ob das wohl alle fassen können? Lassen Sie sich einladen zur Christvesper mit dem Krippenspiel „Der Wirt von Bethlehem“ am Heiligen Abend in Stadt Wehlen.

Das Einüben der Krippenspiele und damit auch die Auseinandersetzung mit der Weihnachtsbotschaft bestimmt unser Gemeindeleben in diesen Wochen sehr. Etwa 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsenen sind in diese Vorbereitungen eingebunden und das ist beachtlich!

Januar:
Epiphanias, 6.01.2018
17.00 Uhr findet der Gottesdienst mit Krippenspiel in Rathewalde statt. Es ist ein regionaler Gottesdienst gemeinsam mit der Kirchgemeinde Dittersbach – Eschdorf. Wir wiederholen eines unserer Krippenspiele.

Brigitte Schleinitz


Radfahrerkirche in Stadt Wehlen - es soll weitergehen


„Tritt ein in den Dom…“ – so war es vor Jahren vom Sänger der Dresdner Rockband „electra“ zu hören, untermalt mit eindringlichem elektronischen Orgel-Sound. Viele mögen das noch in den Ohren haben.

Nun ist die Stadt Wehlener Kirche sicher kein Dom. Aber einzutreten – durchaus auch mal „mit staubigen Schuh’n“ – zu spüren, wie „dich die Stille umfängt“, dass „die Pupille in den Farben der Fenster erstrahlt“ – das geschieht auch hier, zigtausendfach im Jahr. Vor allem erleben Viele, wie wohltuend das ist, was im Song mit den Worten beschrieben wird: „Schüttle ab die Hastigkeiten“. So jedenfalls verstehe ich manche der Einträge in den Gästebüchern.

Dreizehn Jahre nun schon lädt die Stadt Wehlener Kirche als „Radfahrerkirche“ den größten Teil des Jahres über Stadtbesucher, Wanderer und eben Radfahrer ein, mal eine Pause zu machen, einzutreten und eben die Hastigkeiten abzuschütteln.

Wir sind nicht allein geblieben mit unserer „Radwegekirche“. Nachdem Dieter Arndt als unser Vertreter im letzten Jahr in Walddorf in der Oberlausitz Grüße zur Eröffnung einer solchen überbringen konnte, waren wir erst kürzlich in der Stefanuskirche in Dresden-Kleinzschachwitz eingeladen, bei der Überreichung des Signets „Radwegekirche“ dabei zu sein. Jedes Mal werden unsere Erfahrungen gern gehört und Überlegungen zu gemeinsamen Aktionen angestellt.

Und da gab es bei uns ja auch 2017 so einiges. Neben dem Fest zur Saisoneröffnung, den Ausstellungen und der Kirchenbetreuung sei an unsere große Radtour zum Kirchentag nach Wittenberg sowie unseren Radausflug auf den Hohen Schneeberg erinnert. Im August gab es dann noch eine Beteiligung an der Tour des Posaunenchors der Böhmischen Brüder „consonare“ von Prag nach Deutschland als Mutterland der Reformation.

Und schließlich haben wir wieder mit den neuen Konfirmanden unsere Philippus-Rad-Rund-Tour durch unsere Gemeinde gemacht. In Stadt Wehlen ist es auf verschiedene Weise und mit viel ehrenamtlichem Engagement gelungen, die Kirche während der Öffnungszeiten größtenteils auch zu betreuen. So konnten Besucher freundliche Ansprechpartnerinnen finden. Und es war möglich, immer wieder auch Ausstellungen bildender Kunst zu veranstalten. In den letzten drei Jahren haben wir das vor allem mit Hilfe unserer Bundesfreiwilligendienst-Stelle geschafft. Leider ist die Besetzung mit derselben Person nun erstmal nicht mehr möglich. So suchen wir dringend eine Betreuerin/ einen Betreuer für die nächste Saison in diesem Rahmen.
Dazu sei hier noch einmal Genaueres bekanntgegeben:

Die Ev.-luth. Philippuskirchgemeinde Lohmen schreibt als Einsatzstelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes folgende Stelle ab 1.4.2018 aus:
Touristenbetreuer in der Radfahrerkirche Der Einsatzort ist die Radfahrerkirche in Stadt Wehlen. Die Stelle hat das folgende Aufgabenprofil:

– Betreuung der Besucher in der Radfahrerkirche Stadt Wehlen
– Pflege und Instandhaltung des Umfeldes der Kirche {Brunnen, Kirchgarten usw.)
– Mitwirkung bei Veranstaltungen der Radfahrerkirche
– Mitarbeit in der Projektgruppe Radfahrerkirche Stadt Wehlen.

Der Bundesfreiwilligendienst ist möglich für alle Bewerber, die ihre Schulpflicht erfüllt haben. Er ist also auch für Altersrentner, Erwerbsminderungsrentner, Alg-II-Empfänger usw. geeignet.

Die Freiwilligen sind während der Einsatzzeit sozialversichert, die Einsatzdauer wird bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Die Einsatzdauer soll 6 Monaten betragen und kann sich ggf. im Folgejahr wiederholen.

Möglich ist für Bewerber über 27 Jahre auch ein Teilzeiteinsatz mit 21 oder 30 Wochenstunden. Nähere Informationen zum Bundes freiwilligendienst und Antworten auf viele Fragen erhalten Sie auch im Internet unter: www.bundesfreiwilligendienst.de.

Bewerber melden sich bitte im Pfarrbüro in Lohmen, Dorfstraße 1 Tel. 03501 588032 oder bei Pfr. Michael Schleinitz (Tel. 03501 587387). Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und eine gute Zusammenarbeit.

Michael Schleinitz


Rückblick Reformationsjubiläum mit Lutherspiel in der Lohmener Kirche




nach 5 Monaten Renovierung und Dank an Spender, Firmen und MitarbeiterInnen

Ein gewaltiges Stück Arbeit liegt hinter uns. Wer im August einen Blick in die Kirche in Lohmen warf, der sah Baugerüste und vor allen Dingen viel Dreck! Jetzt strahlt sie wieder!

Mit dem Lutherspiel im gottesdienstlichen Rahmen am Reformationstag haben wir sie wieder in Besitz genommen. Es war eine schöne Fügung, die gelungene Renovierung unserer reformatorischen Kirche ausgerechnet zum 500jährigen Reformationsjubiläum feiern zu können. Circa 300 Menschen waren gekommen!

Das Lutherspiel erinnerte noch einmal an die schwierigen Zeiten, in denen Luther lebte und zugleich wurden unsere aktuellen Probleme bewusst! Welcher Geist bestimmt uns? Ist es nicht viel zu oft der Geist des Mittelalters, der Geist der Angst. Wir haben Angst, Angst vor Überfremdung, Angst vor Gewalt und Terror, Angst mühselig Geschaffenes wieder zu verlieren.

Wir wollen auch nicht global denken. Wir haben genug mit uns selbst zu tun! Das, liebe Gemeinde, höre ich oft!

Angst hatte Martin Luther auch. Angst vor einem strafenden Gott! Diese Angst zu überwinden, war revolutionär. Die Probleme unserer Zeit sind schnell benannt: Globalisierung, Digitalisierung, die immensen Unterschiede zwischen arm und reich und die daraus resultierenden Flüchtlingskrisen, Umweltkatastrophen.

Das sind enorme Herausforderungen, die wir lösen müssen. Dazu brauchen wir einen Geist der Zuversicht, des Mutes, der Kraft! Eben den Geist Gottes, den Luther für sich ganz neu entdeckte als einen Geist der Freiheit! Nicht Egoismus, Fanatismus, Nationalismus dürfen unser Leben bestimmen, sondern Liebe, Gnade und Versöhnung. Es war ein gelungenes Spiel und ein gelungenes Fest. Wir durften auch im Saal des Erbgerichtes Lohmen noch fröhlich feiern. Wir sind reich mit Fördermitteln beschenkt worden, aber auch reich an Menschen, die mitgemacht haben.

Deshalb möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal herzlich DANKE sagen. Wir danken Euch, den Spielerinnen und Spielern und den Technikern im Hintergrund, Wir danken allen, die beim Kirche putzen, Saal ein - und aufräumen, Schnitten schmieren oder Lutherrezepte ausprobieren, mitgemacht haben. Wir danken Ralf Richter, der wieder einmal einen riesigen Topf Soljanka für uns kochte. Wir danken der Bäckerei Walter, die uns das Brot spendete! Wir danken selbstverständlich den Geldgebern, der kirchlichen Baupflegerin Frau Schneider, den Architekten und Baufirmen. Wir danken denen, die den Bau vom Ortsvorstand her begleiteten. Das „Projekt“ wird uns in guter Erinnerung bleiben!

Brigitte und Michael Schleinitz
Fotos: Dirk Zschiedrich