Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Seniorenfreizeit in Jonsdorf vom 1.5. - 17.05.2017


,,Wie lieblich ist der Maien“ – die Tage in Jonsdorf machten dem Lied alle Ehre. In der wunderschönen Ferienpension ,,Gertrud“, der gesunden Lausitzer Luft, die Sonne meinte es auch gut, und mit 17 Frauen, die sich über Jahre kennen und sich aufeinander freuen, erlebten wir eine ereignisreiche Zeit, die nachhaltig in uns wirkt.

Im Arbeitsprogramm drehte sich alles ums Essen. Essen im Alltag, an Sonn- und Feiertagen, besonders an kirchlichen Festtagen. Regionale Besonderheiten, Gebete, Riten, Tischgedeck. Es gab viel zu diskutieren.

Mit Kenntnis und humorvoll führten uns unsere Pfarrerin Brigitte Schleinitz, Ulrike Oettel und Vikar Albert durch das Thema. Zur Auflockerung wurde gesungen und getanzt.

Andacht und Gebet vor den Mahlzeiten, verbunden mit einer kleinen lustigen Geschichte, übernahm der Heimleiter, wenn alle Gäste am Tisch saßen.

Am Bastelabend haben wir leider unsere Ingrid Herr, die alles so gut vorbereitet hatte, enttäuscht. Die Knüpftechnik für einen Schlüsselanhänger machte uns Probleme.

Ein Ausflug gehört jedes Jahr zu unserem Treffen. Eine 2-stündige Rundreise im Nostalgiebus führte uns nach Oybin. Nach dem Aufstieg zur Kirche verschnauften wir im renovierten Gotteshaus. Der Choral ,,Großer Gott, wir loben dich“ kam uns aus dem Herzen. Der Aufstieg zur Burgruine scheiterte am hohen Eintritt.

Cafés lockten mit Eis, Windbeuteln oder einem kühlen Bier. Der Nostalgiebus brachte uns wieder zur „Gertrud“.

Am letzten Tag reiste Kantorin Pfeifer an, um mit uns zu singen, zeitgemäß wählte sie Osterlieder. Mit einem Gottesdienst beendeten wir die Seniorinnenfreizeit. Passend zum Arbeitsthema schmückten wir unseren Altar mit Zutaten für biblische Speisen: Wasser und Wein, Öl, Getreide, Mus, vielen Kräutern und einem Lammbraten (aus Schokolade, improvisiert von Ulrike Oettel) und dem Brot der Versöhnung, dazu gab es eine kleine Geschichte. Das Abendmahl beendete unseren Gottesdienst.

Ein großes Dankeschön für die Vorbereitung der Veranstaltung, die Mühe, uns so angenehme Tage erleben zu lassen geht an unsere Pfarrerin Brigitte Schleinitz, Ulrike Oettel, Vikar Albert und Ingrid Herr, aber auch an die Fahrer, die uns heil nach Jonsdorf und wieder nach Hause brachten.

Johanna Rudolph


Per Rad zum Kirchentag

Als ich kürzlich feststellte: Es war so schön, wie ich es mir gewünscht hatte, meinte ein anderer Teilnehmer: Es war besser.

Gemeint ist unsere Radtour, die wir im Mai nach Wittenberg unternommen haben. Schon allein, dass wir uns mit 22 Teilnehmern auf den Weg machen konnten, war gut. Dass sich das Altersspektrum zwischen 12 und 71 Jahren bewegte, war etwas Besonderes. Denn miteinander unterwegs sein, unbekannte und durchaus auch mal unwegsame Strecken bewältigen, Pannen überstehen, in einfachen Quartieren, teilweise in Zelten miteinander übernachten, das bringt auf ganz eigene Weise zusammen.

Unsere Tour berührte geografische Orte, die für die Reformation und ihr Umfeld wichtig sind. So übernachteten wir in Klosterbuch im Muldental. Die teils nur noch in Ruinen existente Anlage lässt ihre einstige Größe und Bedeutung erahnen. Sie erinnerte uns daran, dass Martin Luther in seiner Jugendzeit auf der Suche nach Sinn in Leben und Glauben zunächst in ein Kloster gegangen war. Gar nicht weit entfernt liegen die Reste vom Kloster Nimbschen, in dem Katharina von Bora, Luthers spätere Frau als Nonne gelebt und wohl so manches für ihr späteres Leben gelernt hat. Freilich haben beide das klösterliche Leben hinter sich gelassen, weil sie entdeckt haben, dass Christus uns zur Freiheit ruft.

In Leisnig wurden wir an die Leisniger Kastenordnung erinnert, eine von Luther begrüßte und geförderte frühe Sozialeinrichtung, die auch die Armen einer Stadt in den Blick nimmt.

In Leipzig konnten wir zu nächtlicher Stunde einer Inszenierung lauschen, die die Disputation Luthers mit dem katholischen Theologieprofessor Eck zum Inhalt hatte.

Insgesamt wurden wir während der ganzen Tour von Sonne verwöhnt. Da fiel es sehr positiv auf, dass die einst durch Braunkohleabbau sehr in Mitleidenschaft gezogene Umgebung Leipzigs mittlerweile durch geflutete Tagebaue zur Seenlandschaft geworden ist. Die großen Wasserflächen erquickten das Auge, ließen ab und zu eine angenehm frische Brise aufkommen und luden Einige zum spontanen kühlen Bad. So erreichten wir guter Dinge unser Zeltquartier in Ferropolis bei Gräfenhainichen. Das Lager war spartanisch, und das Sonntagsfrühstück mit Kaffee gelang nur durch die Hilfe einiger Wohnmobilcamper neben uns. Aber wir konnten schon am Sonnabend zur Taizé-Andacht auf die Festwiese gelangen. Am Sonntag waren wir dann natürlich beim großen Gottesdienst dabei. Der Bus aus Lohmen war schon eingetroffen und so konnten wir in der Runde mit vertrauten Gesichtern inmitten der großen Gemeinde Abendmahl halten.

Mich hat besonders ein Interview mit einem ägyptischen Bischof im Vorprogramm angesprochen, der von der Verfolgungssituation zu Hause, aber dabei auch vom wachsenden Gottesdienstbesuch gerade deshalb sprach.

Auch die an Martin Luther King orientierte Predigt des südafrikanischen Bischofs war motivierend – und die Bläsermusik aus tausenden Instrumenten ist natürlich immer wieder berührend.

Inzwischen haben wohl alle ausgeschlafen und sich auch kräftemäßig regeneriert. Die Erinnerungen bleiben.

Michael Schleinitz


Rückblick 600-Jahr-Feier von Mockethal


Der Heimatverein Mockethaler Rundling e.V. organisierte vom 9.-11. Juni 2017 ein dreitägiges Festprogramm anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von Mockethal vor 600 Jahren.

Der Sonnabend begann mit einer feierlichen Andacht im Festzelt. Pfarrer Schleinitz sprach über das Wort „gut“, das z. B. auch in „Bauerngut“ steckt und würdigte den sechshundertjährigen Zusammenhalt von Menschen in Mockethal. Die Andacht wurde fröhlich begleitet vom Posaunenchor. Unter den drei Liedern, die die Gemeinde mitsang, war „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerszeit ...“, das genau die Stimmung traf.

Danach startete ein buntes Treiben mit Kinderprogramm und musikalischer Unterhaltung.

Ein Marktstand mit „Mockethaler Köstlichkeiten“ bot viele Eigenkreationen an und es erschien die 152-seitige Chronik „Mockethal 1417-2017“. Kinder schickten mit Helium gefüllte Luftballons in den Himmel, die ein Luftbild des Ortes und Grüße vom Fest hinaustrugen - laut einer Rückmeldung sogar bis nach Niederösterreich.

Unvergesslich bleibt der historische Festumzug am Sonntag von Zatzschke nach Mockethal, der in 30 ideenreich gestalteten Bildern die Geschichte des Dorfes widerspiegelte.

Die Gäste waren begeistert, die Stimmung wunderbar. Das ganze Fest war eine große Gemeinschaftsaktion der Einwohner.

Katrin Lauterbach, Heimatverein Mockethal


Radfahrerkirche – Ausfahrt zum Hohen Schneeberg

Die alljährliche Radfahrerkirchenausfahrt sollte diesmal das Elbtal verlassen. So etwas ist gut machbar, da die OVPS Fahrradbusse anbietet. Wir nutzten diese Möglichkeit, um uns von Königstein aus bequem bis an die tschechische Grenze bringen zu lassen.

Es blieb die Bergauf-Fahrt auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, den Hohen Winterberg. Das ist ambitioniert, aber Schieben ist erlaubt. Oben angekommen, wird die Mühe durch herrliche Ausblicke nördlich über die Sächsische Schweiz einschließlich angrenzender Gebiete sowie südlich ins Böhmische Mittelgebirge – und auch darüber hinaus – belohnt. Außerdem gibt es natürlich leckeres Essen sowie gute böhmische Getränke.

Die Abfahrt zur Elbe ist recht fahrradfreundlich, wobei durchaus Umwege genommen werden können, um abgelegene Orte wie etwa das „Böhmische Tor“ kennenzulernen.

Einen herzlichen Dank an Organisator Dieter Arndt!

Michael Schleinitz


Luthertafel

Es war eine Idee zum Kirchentag in Leipzig: Wir bereiten mitten auf der Straße Kaffeetafeln und laden Menschen zu Essen, Trinken und Gespräch ein. Denn auch im Hause Luther waren Tafelgespräche beliebt. Als Ergebnis sind Luthers Tischreden entstanden. Unsere Gemeinde war in Leipzig vertreten und hat gute Erinnerungen an die Aktion.

Schon im Vorfeld kam der Gedanke auf: Wäre das nicht auch mal was für Lohmen? So haben wir den Gottesdienst am 16. Juni im Freien gefeiert. Rund 150 Besucher haben auf der Wiese vor dem Pfarramt gefeiert.

Der Posaunenchor begleitete die Lieder und ein Gastchor aus Medingen sorgte für die weitere musikalische Umrahmung.

Im Anschluss wurde zur bereits aufgestellten Tafel auf der Dorfstraße geladen. Bei Suppen, mitgebrachten Speisen und Getränken entstand eine angenehme Tischgemeinschaft. Schon kam die Frage auf: Wollen wir so was nicht wieder machen?

Michael Schleinitz


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